Geschichte des DAF

1975: Gene Gendlin kommt auf Einladung von Agnes Wild-Missong zum ersten Mal nach Europa auf das Symposium der GwG nach Zürich; Johannes Wiltschko lernt Gene kennen.

1978/79: Linda Olsen, eine enge Mitarbeiterin Gendlins, führt die ersten Focusing-Workshops im deutschen Sprachraum in München und Zürich durch; Agnes und Johannes nehmen daran teil.
Agnes wird für die Schweiz, Johannes für Österreich von Gene Gendlin als Koordinatoren des International Focusing Network bestimmt.

1979: Gene hält zusammen mit seiner Frau Mary Hendricks einen Workshop in München, anschließend machen Gene, Mary und Johannes in Italien Urlaub; Gene lädt Johannes nach Chicago ein.

1980: Johannes fährt zusammen mit Friedhelm Köhne zu einem Studienaufenthalt zu Gene nach Chicago. Friedhelm wird Koordinator für die BRD.

1981: Die Koordinatoren für Deutschland, Österreich und die Schweiz (Friedhelm, Johannes und Agnes) beschließen, ein gemeinsames Informations- und Koordinationsbüro für den deutschsprachigen Raum zu gründen. Es erhält den Namen IFN-Büro (International Focusing Network), hat seinen Sitz in München und wird von Johannes geleitet. Das IFN-Büro gibt bis 1989 zweimal jährlich die Zeitschrift „Focusing-Informationen“ heraus.
Agnes, Friedhelm und Johannes (alle drei klientenzentrierte Psychotherapeuten und Ausbilder für Klientenzentrierte Psychotherapie in der GwG, bzw. ÖGwG und SGGT) beginnen, gemeinsam die ersten Focusing-Workshops in Deutschland (u.a. in Köln), in Österreich (u.a. “Salzburger Focusing-Woche”) und in der Schweiz (u.a. “Focusing-Woche Rorschacherberg”) durchzuführen. Die Nachfrage übersteigt alle Erwartungen. Sie halten Vorträge auf Kongressen und veröffentlichen Artikel in verschiedenen Zeitschriften und Büchern.
Friedhelm und Johannes gründen die Internationale Focusing Sommerschule. Sie findet 1981 zum ersten Mal in Österreich und ab dann im Humboldt-Haus bei Lindau am Bodensee statt. Die Sommerschule wird zum Ausgangspunkt vieler Innovationen und Projekte. Gene Gendlin leitet von 1992 bis 1997 Seminare; die Koordinatoren Eugene Barron, Elfie Hinterkopf, Jim Iberg, Mia Leijssen, Linda Olsen, Marta und Ynse Stapert, Ann Weiser Cornell und Agnes Wild-Missong werden als Gasttrainer eingeladen.
Ehemalige MitarbeiterInnen der Sommerschule gründen im Lauf der Zeit eigene Focusing-Veranstaltungen: die Focusing-Winterschule in Norddeutschland und die Achberger Focusing-Tage.

1982: Johannes gründet mit Ernst Juchli die Arbeitsgemeinschaft für personzentrierte Psychotherapie, die Ausbildungen in Klientenzentrierter Psychotherapie mit besonderer Betonung von Focusing und Körperarbeit durchführt. Ernst und Johannes arbeiten bis 1989 zusammen und entwickeln gemeinsam viele Basiskonzepte und Methoden der Focusing-Therapie.

1985: Friedhelm und Johannes laden Gene ein, ein Focusing-Lehr-Video herzustellen; mehrere Tage Dreharbeiten mit Gene, Kollegen und Klienten in Garmisch-Partenkirchen.

1988: Johannes gründet das DAF in München, entwickelt Ausbildungscurricula und lädt u.a. Sybille Ebert, Frank Lippmann, Hans Neidhardt und Klaus Renn ein, im DAF Focusing-Seminare zu leiten. Klaus Renn unterstützt die Gründungsphase des DAF durch fachliche und freundschaftliche Beratung.

1989: Erste DAF-Ausbildungsgruppe in Focusing-Therapie; Beginn der Zusammenarbeit von Klaus Renn und Johannes in der Focusing-Therapie-Ausbildung und in der Weiterentwicklung der Focusing-Therapie.

1991: Johannes gründet die Focusing Bibliothek, der erste Band erscheint.

1992: Friedhelm zieht sich von der therapeutischen Arbeit zurück, Klaus übernimmt seinen Platz in der Leitung der Sommerschule und wird von Gene Gendlin zum Koordinator für Deutschland bestimmt.
Klaus schlägt auf der International Focusing Conference in Chicago vor, die übernächste Konferenz in Deutschland abzuhalten und lädt alle Koordinatoren für 1994 nach Deutschland ein.
Johannes zieht von München nach Eggelsberg/Oberösterreich um, das DAF-Sekretariat übersiedelt nach Würzburg und wird von Klaus Renn betreut.

1993: Klaus wird Mitleiter des DAF. Die Ausbilder des DAF treffen sich nicht nur jährlich auf der Sommerschule, sondern regelmäßig im DAF-FORUM. In den Folgejahren findet ein intensiver Klärungsprozess der Beziehungen und Organisationsstrukturen statt, der teilweise von externen Fachleuten begleitet wird.

1995: Das DAF lädt zur 1. International Focusing Therapy Conference im Rahmen der 15. Focusing Sommerschule ein, mit Referenten und Teilnehmern aus Spanien, Frankreich, Belgien, Holland, Polen, Japan, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1997: Klaus und Johannes bereiten die deutsche Ausgabe von Genes Lehrbuch „Focusing-Oriented Psychotherapy“ und die verbesserte Neuausgabe von Genes erstem Buch „Focusing“ als rororo-Taschenbuch vor; Focusing und Focusing-Therapie werden in das „Wörterbuch der Psychotherapie“ aufgenommen, das 2000 im Springer Verlag erscheint.

1998: Das DAF zieht in die Würzburger Altstadt in größere Räume um.
Das erste Heft der Zeitschrift Focusing Journal erscheint.
Das DAF bereitet seine zweite Konferenz vor, die im Rahmen der 18. Sommerschule u.a. mit dem Zenmeister Richard Baker-roshi und dem Philosophen Prof. Dr. Hermann Schmitz stattfindet. Auf den Focusing-Konferenzen der nächsten beiden Jahre halten u.a. Prof. Dr. Marshall Rosenberg und Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd Vorträge und Workshops.

2002: Das DAF platzt aus allen Nähten. Gila Schmitt wird als Leiterin des Zentralsekretariats eingestellt, großzügige Räume mit  eigenen Seminarräumen  werden in der Würzburger Ludwigstraße angemietet.

2006: Das Buch „Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst“ von Klaus Renn erscheint im Herder-Verlag und erlebt in den Folgejahren mehrere Auflagen.
In den nächsten Jahren halten Klaus und Johannes Vorträge und Workshops auf Psychotherapie-Kongressen, Klaus wird regelmäßiger Referent der Lindauer Psychotherapie-Wochen.

2009: Im DAF wird eine Online-Buchhandlung eingerichtet, in der Bücher, CDs und DVDs zu Focusing und Focusing-Therapie bestellt werden können. Die Buchhandlung wird bald darauf zu einem Online-Shop (www.focusing-and-more.de) erweitert, in dem auch die im DAF verwendeten Bodensitzer sowie therapeutisch nutzbare Handpuppen verkauft werden.
Klaus stellt eine Reihe von CDs mit Übungsanleitungen zu unterschiedlichen Themen sowie eine Hörbuch-Version von „Dein Körper sagt dir, wer du werden kannst“ her. Die CDs können unter www.secret-friend.de heruntergeladen bzw. bestellt werden.

2010: Der erste Band von Johannes‘ Metapsychotherapie wird unter dem Titel „Hilflosigkeit in Stärke verwandeln“ publiziert.
Johannes verlegt seine Seminare in die Nähe seines Wohnsitzes in das Landhotel Moorhof (www.moorhof.com). Die Seminarteilnehmer wohnen dort gemeinsam und genießen die Ruhe in der wunderschönen sanften Hügellandschaft inmitten der Oberinnviertler Seenplatte.

2011: Der zweite Band von Johannes‘ Metapsychotherapie wird unter dem Titel „Ich spüre, also bin ich! Nicht-Wissen als Quelle von Veränderung“ publiziert.
Klaus publiziert zusammen mit seiner Frau Silvia Bickel-Renn ein Buch über interaktives Focusing für Paare („Krealog“) mit dem Titel „Küsst die Liebe wach“ (Klett-Cotta).

2012: Das DAF erhält eine neu gestaltete Website.
Die Internationale Focusing Sommerschule findet zum 31. Mal statt.